Therapiekonzept                     

Die Burghof-Klinik steht seit vielen Jahren für eine differenzierte Behandlung psychischer Erkrankungen mit einem Schwerpunkt im Bereich der Psychotherapie.

 

Regelbehandlung

Bezugstherapeutische Betreuung

Sollten Sie als Patientin oder Patient in der Burghof-Klinik behandelt werden, werden Sie einen bezugstherapeutischen Ansprechpartner (Ärztin oder Arzt, Psychologin oder Psychologen) haben, der Sie –soweit möglich - während des gesamten Aufenthaltes von der Aufnahme bis zur Entlassung begleitet und betreut.

Diese bezugstherapeutische Betreuung umfasst den größten Teil des Aufnahmegespräches inklusive der Planung der für Sie am besten geeigneten Einzel- und Gruppentherapien. Weiterhin finden regelmäßig zwei etwa halbstündige bezugstherapeutische Einzelgespräche statt. Diese bezugstherapeutische Betreuung hat sich  insbesondere bei der Bewältigung von Krisensituationen bewährt.

 

Individuelle Planung der für Sie geeigneten Therapien

Die individuelle bezugstherapeutische Planung der Therapiegruppen erfolgt unter folgenden Gesichtspunkten:

 

  • vorliegendes Krankheitsbild (störungsspezifische Therapie bzw. Therapiemodule)
  • individuelles konflikthaftes Erleben (psychodynamische Therapieverfahren)
  • Störungen im Körpererleben (körperorientierte Therapien)
  • Förderung von Zugängen zum emotionalen Erleben
  • Förderung von Ressourcen und Bewältigungsmechanismen
  • Förderung von Entspannung und körperlichem Wohlbefinden.

 

Bezugspflegesystem

Auch in dem Pflegeteam werden Sie eine Kontaktperson haben, die Ihnen bei Anliegen und für Einzelgespräche zur Verfügung steht.

 

Fachärztliche Supervision

Erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte stellen sicher, dass die Behandlung in der Burghof-Klinik nach dem aktuellen Stand des Wissens erfolgt. Sie werden Ihre Fachärztin oder Ihren Facharzt im „Fachärztlichen Aufnahmegespräch" und im Verlauf des Aufenthaltes in der sogenannten Fokusvisite kennenlernen. Wir versuchen es so einzurichten, dass Sie diese Gespräche gemeinsam mit Ihrer Bezugstherapeutin bzw. ihrem Bezugstherapeuten wahrnehmen können.

 

Psychopharmakotherapie

„So wenig wie möglich, so viel wie nötig“, d. h.: Strenge Indikationsstellung, nachdem Sie ausführlich informiert worden sind und Ihr Einverständnis zu der medikamentösen Therapie gegeben haben. Die sorgfältige Überwachung von Dosierung, Wirkung und Nebenwirkung ist selbstverständlich.

 

Sonstige Therapien

Soziotherapeutische Verfahren 

  • Verschiedene ergotherapeutische Angebote
  • Beratung und Unterstützung durch Sozialarbeiterinnen
  • Vermittlung sozialpsychiatrischer Hilfen bzw. komplementärer Einrichtungen
  • Tagesstrukturierende Maßnahmen
  • Erlernen alltagspraktischer Fähigkeiten
  • Sport und andere Therapieformen.

 

Notfallbehandlung

Wir bemühen uns die oben beschriebenen Standards auch bei der Behandlung von Krisensituationen anzuwenden. Hier kann es aus verschiedenen Gründen aber zu Abweichungen kommen:

 

  • So kann die Art oder das Ausmaß der vorliegenden Erkrankung einen psychotherapeutischen Zugang in der Akutsituation unmöglich machen.
  • Nicht selten steht dann zunächst die medikamentöse Behandlung im Vordergrund, um einen Zugang überhaupt zu ermöglichen.