Wenn schwere Belastungen zu Leiden führen

Schicksalsschläge lösen viele, oft unerträgliche Gefühle in uns aus, blockieren aber auch andere Gefühle, die uns dann gar nicht mehr zugänglich erscheinen. Sie zwingen uns dazu, uns mit der Veränderung in unserem Leben (dem erlebten Verlust, der Erkrankung, auf die wir eine Antwort finden müssen etc.) auseinanderzusetzen, Abschied von nicht mehr realisierbaren Lebensmöglichkeiten zu nehmen und Bewältigungsstrategien zu finden. Oft ist dieser Prozess aber nicht möglich, die Trauer und Leere wird über längere Zeit als so überwältigend und unerträglich erlebt, dass Hilfe von außen notwendig wird.

 

Wege zur Überwindung von schweren Belastungen

Jeder Schicksalsschlag fordert von uns eine Phase des Trauerns, des Abschiednehmens. Erst danach ist es möglich, einen Neubeginn zu wagen. Der dafür nötige Zeitrahmen ist bei jedem unterschiedlich und muss respektiert werden. Psychotherapeutische Hilfe ist dann wichtig, wenn der gesamte Prozess ins Stocken gekommen ist, so dass wirkliche "Trauerarbeit" nicht mehr geleistet werden kann.

 

Schritte zur Bewältigung von Schicksalsschlägen

1. Förderung des Trauerprozesses und der Entwicklung von Bewältigungsstrategien

Geeignete Therapieverfahren:

  • Psychodynamische Einzeltherapie
  • Psychodynamische Gruppenpsychotherapie
  • Psychodramatherapie
  • Problembewältigungsgruppee
  • Emotionsgruppe
  • Schematherapie

 

2. Aktivierung von Ressourcen (z. B. soziale Kompetenzen, schöpferische Fähigkeiten, positives Körpergefühl)

Geeignete Therapieverfahren:

  • Entspannungsverfahren
  • Soziales Fertigkeitstraining
  • Kunsttherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Musiktherapie
  • Tanztherapie
  • Meditationstherapie
  • körperliche Aktivierungsangebote (Jogging, verschiedene Gymnastikangebote, Wandern)
  • Ich - stärkende Hypnosebehandlung